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KI-App · Barrierefreiheit

A-Eye Vorleser

Ein Foto. Eine natürliche Stimme. Der A-Eye Vorleser liest vor, was gedruckt ist – für Augen, die nicht mehr mitkommen, und für Kinder, die es noch lernen.

Juli 2026
Konzept, Design & Entwicklung
KI-App · Barrierefreiheit
Kategorie
KI-App
Zeitraum
Juli 2026
Rolle
Konzept & Entwicklung
Status
Live
Ausgangslage

Für meinen Vater

Mein Vater sieht Doppelbilder. Ein Brief, ein Dokument oder eine Speisekarte wird damit zur Anstrengung: nicht unmöglich, aber mühsam genug, dass Lesen für ihn Arbeit geworden ist statt Freude.

Vorlese-Apps gibt es. Aber was er ausprobierte, klang nach Roboter: eine blecherne Stimme, die stur Wort für Wort abliest, ohne zu verstehen, was da steht. Eine Tabelle, einfach Zeile für Zeile heruntergerattert, ergibt gesprochen keinen Sinn. Er wollte etwas anderes: eine natürliche Stimme, die den Inhalt versteht und so wiedergibt, dass das Zuhören Sinn ergibt – auch bei einer Tabelle, einem Formular oder einer Speisekarte. Aus diesem einen Wunsch ist der A-Eye Vorleser entstanden.

0 Konten
Kein Login, keine Anmeldung – einfach öffnen und loslegen
2 Wege
Kamera oder Datei – auch PDF und Textdatei werden gelesen
10 s
Sprung vor und zurück, damit beim Zuhören nichts verloren geht
Die Lösung

Ein Foto, eine Stimme

Der A-Eye Vorleser macht aus gedrucktem Text gesprochene Sprache, und zwar so, dass für die lesende Person nur zwei Handgriffe übrig bleiben. Vier Bausteine tragen das Werkzeug:

  1. 1
    Fotografieren oder hochladen

    Der Text kommt über die Kamera ins Werkzeug oder als Datei, auch als PDF oder Textdatei; der A-Eye Vorleser erkennt, was darauf geschrieben steht, und macht daraus vorlesbaren Text. So gibt es einen Weg für unterwegs und einen für alles, was schon digital ist.

  2. 2
    Mit natürlicher Stimme vorlesen

    Der erkannte Text wird am Stück vorgelesen, mit einer natürlichen Stimme und nicht mit dem blechernen Ton älterer Vorlese-Hilfen: Einmal starten genügt, antippen musst du kein einziges Wort.

  3. 3
    Für Augen gemacht, die nicht mehr mitkommen

    Die Tasten sind gross und klar beschriftet, und du springst damit um zehn Sekunden vor und zurück; ein Mehrseiten-Modus liest mehrere Seiten hintereinander und sagt dabei laut an, welche gerade dran ist. So bleibt auch bei einem langen Dokument klar, wo du gerade bist.

  4. 4
    Ohne Konto, direkt installierbar

    Wer den A-Eye Vorleser öffnet, muss sich weder anmelden noch etwas einrichten und braucht keinen App-Store. Er läuft im Browser und lässt sich als Progressive Web App mit einem Tipp auf den Startbildschirm legen; danach öffnet er sich wie jede andere App.

Er hat nichts eingerichtet und verwaltet nichts. Er fotografiert die Speisekarte, und die Stimme liest ihm vor, was draufsteht.

Der zweite Akt

Schule & LRS

Dieselbe Fähigkeit, die meinem Vater hilft, hilft Kindern mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche. Denn der A-Eye Vorleser ändert den Text nicht, er senkt nur die Lesebarriere. Das ist der Unterschied zwischen Nachteilsausgleich und Lernzieldifferenzierung: Der Originaltext bleibt wortgetreu stehen, das Kind arbeitet mit demselben Stoff wie alle anderen, nur die Hürde des Entzifferns fällt weg.

Für den Unterricht kommt das Begleitete Lesen dazu: Der Text steht auf dem Bildschirm, und das gerade gesprochene Wort leuchtet mit. Tippst du ein Wort an, springt die Stimme dorthin. Weil viele Schultablets aus gutem Grund gesperrt sind und keinen Kamerazugriff erlauben, steht dort das Hochladen einer Datei zuoberst. Und ein fremdsprachiges Foto lässt sich auf Deutsch mitlesen.

Ehrlich: Ein Teil davon ist live, anderes steht bislang erst als Spezifikation, etwa die Texterkennung direkt auf dem Gerät und ein Prüfungsmodus. Die Ambition bleibt, das beste LRS-Werkzeug der Schweiz zu werden, datenschutzkonform und schulreif.

Technik & Datenschutz

Wenig speichern, wenig verlangen

Auf dem Gerät liegt kein Schlüssel für die KI-Dienste, weil die Anbindung über meinen eigenen Server bei Cloudflare läuft; verwalten muss den Zugang also niemand. Ein Konto braucht es ebenfalls nicht, also gibt es nichts, wofür du dich registrieren musst, und nichts, was verloren gehen kann.

Die Bilder gehen nur für die Texterkennung an den KI-Dienst, eine Sammlung lege ich nicht an. Ein hochgeladenes PDF bleibt sogar auf dem Gerät und wird dort angezeigt. Und die Schriften sind selbst gehostet – kein stiller Umweg über fremde Server, nur um Text anzuzeigen.

Was entstanden ist

Was konkret entstanden ist

  • Installierbare PWA – kein Konto, kein App-Store
  • Kamera- und Datei-Weg, inklusive PDF und Textdatei
  • Begleitetes Lesen mit synchronem Wort-Highlight
  • Mehrseiten-Modus mit gesprochener Seiten-Ansage
  • Mehrsprachig, inklusive Übersetzung in die Ausgabesprache
  • Keyless-Anbindung über einen eigenen Cloudflare-Worker